Christian „Kiki“ Schuelling – aka 'Whykiki'
Eigentlich wollte Kiki Musiker werden. Zum Web kam er Anfang der 2000er eher aus Notwehr: Der damalige Coverdesigner seiner Band war ihm zu unzuverlässig, also musste ein eigener Rechner her – und kurz darauf auch die erste eigene Website. Aus Photoshop-Experimenten, Framesets und viel Ausprobieren wurde mit der Zeit ein Beruf. Die Musik ist geblieben, nur der Rechner wird heute häufiger zum Programmieren als für die Band gebraucht.
Wer nach 'Whykiki' sucht, findet Spuren dieser Entwicklung an ziemlich vielen Stellen im Netz. Schon früh tüftelte Kiki öffentlich an WordPress, später an Joomla, PHP und eigenen Erweiterungen. Unter 'ScreendesignWhykiki' veröffentlichte er Tutorials, zunächst eigentlich nur, um sich selbst festzuhalten, wie er bestimmte Probleme gelöst hatte. Irgendwann stellte er die Videos öffentlich – und stellte beim ersten Joomla-Barcamp überrascht fest, dass andere Entwickler ihn längst genau deshalb kannten. Später stand er selbst als Speaker auf JoomlaDays und zeigte unter anderem, wie sich mit Custom Fields und Overrides aus Joomla-Bordmitteln komplexe Content-Strukturen bauen lassen.
Heute entwickelt Kiki individuelle Lösungen für Joomla und WordPress: komplexe Content-Strukturen, eigene Komponenten und Plugins, API-Anbindungen oder Anwendungen mit spezieller Logik. Ihn reizt vor allem die Frage, wie sich etwas umsetzen lässt, für das es noch keine fertige Lösung gibt – sauber, wartbar und möglichst so, dass das nächste Update keinen Anlass zur Panik gibt.
Der Hang zum Selbermachen hört beim Web nicht auf. Kiki macht Musik und Videos, experimentiert mit 3D-Welten und baut Dinge mit dem 3D-Drucker, wenn es das, was er gerade braucht, noch nicht gibt. Kiki beschreibt das selbst ziemlich treffend: Er muss eigentlich immer irgendetwas erschaffen.
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